Die Dynamik des "göttlichen" Ursprungs im Menschen

In uns allen lebt eine Vorstellung von oder Sehnsucht nach dem Paradies, - einem Seinszustand, in dem wir rundum wohl, eins und aufgehoben sind. Die Tatsache, dass wir dies, wenn auch manchmal nur als "Phantasie", in uns tragen, weist darauf hin, dass wir diesen Zustand kennen. Kennen, so können wir annehmen, weil wir von diesem "göttlichen" paradiesischen Ort kommen. Demgegenüber steht unser Erleben als Mensch in einer polaren Welt, in der es keine Einheit gibt. Als Mensch scheint es nur ein Entweder-oder zu geben.

Nenergetics® definiert diese beiden Aspekte unseres Seins, den göttlich-geistigen und den irdisch-menschlichen, als das männliche und weibliche Prinzip und übersetzt sie in Beziehungsqualitäten (kindlich - erwachsen), die wir mit Hilfe der entsprechenden "Organe" (Herz- Verstand) spüren können.

Indem wir diese verschiedenen Aspekte unseres Seins als "Persönlichkeiten" beschreiben, werden sie als Teil unseres Selbst anerkannt und in Beziehung zu einander gesetzt. Sie werden greifbar und erlebbar. Wir wissen dann sozusagen, wo wir uns gerade befinden und können uns entsprechend orientieren. Wenn wir wissen, "wer" gerade das Sagen hat, der "göttliche" oder der "irdische" Teil, und wenn wir sie als gleichwertig erkennen und annehmen, können wir uns als das Dritte erleben, das sie miteinander verbindet: wir finden zur inneren Gemeinschaft.

Und die Teile, die wir bis jetzt aufgrund von (unbewussten) Wertungen von uns getrennt haben, seien sie das Göttliche oder das Allzumenschliche, werden als Teil von uns selbst erlebt und b e w u s s t verbunden. Einheitserleben in der polaren Welt.